Brigitte Glaser: Bühlerhöhe

BühlerhöheDeutschland 1952. Vieles von den damaligen Lebensumständen erscheint uns heute sehr fremd. Der Krieg und seine Folgen waren noch deutlich spürbar, es herrschte zwar kein Mangel aber das Geld war knapp und die alten politischen Seilschaften funktionierten prächtig. Adenauer versuchte eine Aussöhnung mit Frankreich und den Holocaust mit einer Reparationsleistung abzugelten. Das es Kräfte gab, dies zu verhindern spiegelt dieser Raman wider.

 

 

Brigitte Glaser Foto Werner Meyer

Brigitte Glaser
Foto Werner Meyer

Brigitte Glaser ist n 1955 in Offenburg geboren. 1974 Abitur in Achern. 1975-1980 Studium der Diplom-Sozialpädagogik in Freiburg. 1980 Wechsel nach Köln. Dort Arbeit in der offenen Jugendarbeit, im Medienbereich und in der Erwachsenbildung. 1996 erscheint mit „Kölsch für eine Leiche“ der erste Krimi, 2001-2008 „Tatort Veedel – Orlando & List ermitteln“ eine Kurzkrimi-Serie im Kölner Stadtanzeiger, 2003 mit „Leichenschmaus“, der erste Katharina-Schweitzer-Krimi, 2010 mit „Schreckschüsse“, das erste Jugendbuch, 2016 mit „Bühlerhöhe“ erster Roman

Rosa Silbermann wird 1952 mit einem geheimen Auftrag in das Nobelhotel Bühlerhöhe geschickt. Die in den 1930ern aus Köln nach Palästina emigrierte Jüdin arbeitet für den israelischen Geheimdienst. Ihre Gegenspielerin ist die misstrauische Hausdame Sophie Reisacher. Die musste 1945 das Elsass verlassen und sucht ihre Chance zum gesellschaftlichen Aufstieg. Beide haben erlebt, was es heißt, wenn ein ganzes Land neu beginnen will. Keine von ihnen vertraut der beschaulichen Landschaft des Schwarzwalds. Und beide wissen von einem geplanten Attentat auf Bundeskanzler Adenauer, wobei jede ihre eigenen Pläne verfolgt. Zwei Frauen in einer Männerwelt, in der es um Macht, Geschäfte und alte Seilschaften geht – und irgendwann um Leben und Tod.

Die Autorin versteht es zwei unterschiedliche Lebensentwürfe dieser Zeit authentisch in einer spannenden Geschichte zu vermitteln. Ein Zeitsprung, der hilft unsere Zeit besser zu verstehen.

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